Ein Sprung ins kalte Wasser

19.02.2026

Heilpädagogik-Studierende erleben Projekttage voller bunter Begegnungen

Die Studierenden des Bildungsgangs Heilpädagogik führten in Kooperation mit vier sozialen Einrichtungen individuelle Drei-Tages-Projekte durch. Für sie bedeutete das ein Sprung ins kalte Wasser. Sie sollten sich darin erproben, Menschen aus heilpädagogischer Perspektive kennenzulernen, ihre Ressourcen und Bedarfe zu entdecken und gemeinsam mit ihnen Aktivitäten zu entwickeln, die Teilhabe fördern, Barrieren abbauen und individuelle Entfaltung ermöglichen. Auch für die Studierenden boten die Begegnungen wertvolle neue Erfahrungen: „Unsere heilpädagogische Arbeit lebt von Vielfalt, Kreativität und echtem Miteinander“ – für die angehenden Heilpädagog*innen war dies ein echtes Aha-Erlebnis. Wie sie in unterschiedlichen Projekten Menschen zusammenbrachten, Teilhabe förderten und Räume für Freude, Lernen und gegenseitiges Verständnis schafften, zeigt ein Einblick in die Projektthemen:

Eine Karnevalsfeier mit Bewohner:innen des Seniorenheims St. Vincentius in Scherfede

Wenn Konfetti fliegt und bekannte Karnevalslieder erklingen, werden Erinnerungen wach. Mit den Bewohner:innen planten die Studierenden ein „karnevalistisches Nachtcafé“ und feierten am Aktionstag gemeinsam ausgelassen Karneval: Sie lachten und tanzten mit den Senior*innen, aktivierten ihr Gedächtnis, ermöglichten ihnen Beteiligung und das Gefühl von Gemeinschaft. Diese besonderen Momente schenkten Lebenssinn, Nähe und zeigten: Lebensfreude kennt kein Alter.

Bunte Karnevalstage mit Jugendlichen der Wohngemeinschaft St. Anna der Caritas Wohnen gGmbH

Bunt, laut und voller Energie – die Karnevalstage mit den Jugendlichen standen im Zeichen von Inklusion und Selbstentfaltung. Ob die Auswahl von Kostümen, Spielen, Deko oder Musik: Jede und jeder durfte sich zeigen, mitmachen, Fähigkeiten erproben und einfach Spaß haben. So entstanden echte Erfolgserlebnisse und unvergessliche Augenblicke. Gemeinschaft, die erlebbar wurde.

Wandgestaltung mit geflüchteten jungen Erwachsenen in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Borgentreich

Kunst wird zur Sprache: In diesem Projekt gestalteten geflüchtete junge Erwachsene mit den TGBler*innen gemeinsam zwei Wände ihrer Kantine. Farben, Formen und Symbole erzählen Geschichten von Herkunft, Hoffnung und Zukunft. Die kreative Zusammenarbeit förderte Austausch, stärkte Identität und ermöglichte Integration auf Augenhöhe. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen machten in der gemeinsamen Aktion deutlich: Vielfalt ist eine Stärke.

Ein Verkehrserziehungsprojekt in einer Tagesgruppe des Jugenddorfs Petrus Damian

Früh lernen, sicher handeln: Im Verkehrserziehungsprojekt entdeckten die Kinder spielerisch, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen. Sie wurden kreativ: Aus selbst gestalteten Verkehrszeichen entstand ein Kettcar-Parcours. Im Vordergrund standen Spiel, individuelle Betätigungsmöglichkeiten, Spaß und Miteinander. Eine Verkehrserziehung, die fast nebenbei geschieht.

In den Projekten wurden echte Partizipation und Teilhabe gelebt. Nicht nur die Klient*innen haben neue Erfahrungen gesammelt, sondern auch die angehenden Heilpädagog*innen schnupperten in neue Arbeitsfelder, entdeckten ungeahnte Talente und probierten ihre heilpädagogischen Fähigkeiten mit viel Engagement, Flexibilität und Freude aus - und erweiterten dadurch nicht zuletzt ihre heilpädagogische Expertise.

Das Fazit der angehenden Heilpädagog*innen: „Unsere Projekte ermöglichten Begegnungen, die bewegen.“

Digitale Infoveranstaltung "Heilpädagogik"

Am 2. September 2026 startet im TGB ein neuer einjähriger Ausbildungsgang zum staatlich anerkannten Heilpädagogen / zur staatlich anerkannten Heilpädagogin. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Digitale Informationsveranstaltungen zum Bildungsgang gibt es am Montag, 23. Februar, um 19.30 Uhr und am Dienstag, 3. März, um 20 Uhr. Zugang jeweils HIER

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